Aktueller Blog-Beitrag

Die ältesten erhaltenen Archive der Schweiz sind diejenigen der Benediktiner. Auch das Stiftsarchiv von Muri enthält Dokumente, die bis ins Hochmittelalter zurückreichen. Mit der Aufhebung des Klosters 1841 wurde das Archiv in Muri jäh auseinandergerissen. Heute sind die Archivalien an mehreren Standorten untergebracht, neu aber digital erschlossen.

Geschichte Kloster Muri

Im Jahr 2027 wird das Benediktinerkloster Muri-Gries sein 1000-jähriges Bestehen feiern. Im Hinblick auf dieses Jubiläum wurde 2011 das Projekt Geschichte Kloster Muri ins Leben gerufen.

Projektträgerin ist die Stiftung Geschichte Kloster Muri. Die operativen Geschäfte führt seit 2015 ein Lenkungsausschuss. Eine Fachkommission begleitet die wissenschaftliche Aufarbeitung der Klostergeschichte.

Das Hauptziel des Projekts ist die Publikation einer umfassenden Geschichte des Klosters zum tausendjährigen Jubiläum. Zu diesem Zweck wurden mehrere Grundlagenprojekte und Forschungsvorhaben lanciert. 

Bereits fortgeschritten ist das Teilprojekt Sammlung Murensia, inklusive elektronische Erfassung ihres Bestandes, ferner die Veröffentlichung eines digitalen Professbuchs. Handschriften der Klöster Muri und Hermetschwil wurden digitalisiert und auf der Plattform e-codices zugänglich gemacht. Die für die Geschichte des Klosters zentralen Archive in Sarnen und Gries/Bozen sowie im Staatsarchiv des Kantons Aargau konnten erschlossen und online zugänglich gemacht werden. Ebenfalls abgeschlossen ist die Katalogisierung und Beschreibung der Murenser Handschriften in der Aargauer Kantonsbibliothek.

Doktorierende der Universität Zürich und andere Forschende arbeiten ferner an individuellen Forschungsaufträgen.

Seit 2015 werden Auftragsarbeiten in den beiden Schriftenreihen Murensia und Murenser Monografien publiziert.